Retention
Durch die Zunahme von Einleitbeschränkungen in die Grundleitung gewinnt die Rückhaltung des Regenwassers an Bedeutung. Wenn der Platz für ein Rückhaltebecken oder für die Versickerung im Naturboden fehlt, wird das Regenwasser durch spezielle Retentionsabläufe mit Drosselrohr kontrolliert auf dem Dach zurückgehalten.
Hauptentwässerung mit starker Retention
Bei einem normalen Regenereignis wird der Abfluss in die Grundleitung durch das Retentionsrohr stark gedrosselt, sodass nur ein geringer Anteil des auf dem Dach ankommenden Wassers in die Grundleitung abfließt.
Dieser geringe Abfluss führt dazu, dass das zurückgehaltene Wasser auch noch lange Zeit nach dem Regenereignis in die Grundleitung abgegeben wird.
So wird der Abfluss vom Dach auf einen längeren Zeitraum verteilt und die Grundleitung in Spitzenzeiten entlastet.
Notentwässerung mit starkem Abfluss und höhenvariablem Wehr
Wenn es (1) länger als die geplanten Minuten regnet oder es (2) stärker als von der Norm vorgegeben regnet, übersteigt das reale Volumen das berechnete Volumen auf dem Dach, sodass die Notentwässerung ins Freie erfolgen muss.
Da die Hauptentwässerung auf einen geringen Abfluss gedrosselt wird, ist die Notentwässerung so leistungsstark auszulegen, dass sie mindestens die Differenz aus Jahrhundertregen und Retentionsabfluss entwässern kann.
Üblicherweise wird sogar die Sicherheitsannahme getroffen, dass die Notentwässerung den gesamten Jahrhundertregen alleine abführen können muss.
Die Höhe des Anstauelementes der Notentwässerung muss objektbezogen an die Retentionswasserhöhe der Hauptentwässerung mit Retention angepasst werden.